Allgemein So geht's

Ein Mofa für den Verkauf vorbereiten – Ein Leitfaden

10. März 2019

Wir haben eine SI bekommen und nehmen dies zum Anlass, einen kleinen Leitfaden zu präsentieren. Hier zeigen wir euch, wie man beim Verkauf das Maximale aus seinem Mofa raus holt und trotzdem alle zufrieden sind. Aber seht selbst:


Die Technik

Motor: Im Optimalfall sollte das Moped beim Verkauf natürlich laufen und dies auch zuverlässig tun. Aber auch da muss man natürlich die Verhältnismäßigkeit im Auge behalten. Reinigt man den Vergaser, stellt die Kontakte neu ein und wechselt evtl. noch die Zündkerze, hat man schon sehr viel für einen sauberen und ruhigen Lauf getan. Auch das Startverhalten ist so optimiert.

Anbauteile: Alles was hier negativ ins Auge fällt wird gerne genommen um den Preis zu drücken: “Die Lampe funktioniert nicht? Da kann ich aber nur noch 100 Euro weniger bieten..”. Um dem zuvor zu kommen, sollte man auch hier vorher alles durchgehen. Vor allem das Lichte macht gerne Macken und sollte funktionieren. Oft ist es hier nur ein Masse Problem, welches leicht zu beheben ist.

Verschleißteile: Auch hier sollte man natürlich alles in ein Kosten/Nutzen-Verhältnis setzen. Aber auch hier kann man an einigen stellen mit wenig Arbeit schon einen Unterschied erzielen. So sollte man den Luftdruck in den Reifen prüfen, die Kette nach und die Bremsen einstellen.

An unserer SI mussten die Lampenhalter erneuert werden

Optik

Das Auge isst ja bekanntlich mit. So, oder so ähnlich, ist es auch beim Moped verkauf. Ein sauberes, geputztes Mofa sieht zum Einen deutlich besser aus und zum Andere vermittelt es den Eindruck, dass sich hier jemand um sein Schätzchen gekümmert hat. Ein pfleglicher Umgang ist vor allem bei Oldtimern das A und O.
Es heißt also Putzen. Kostet wenig bis nichts und macht manchmal einen Unterschied wie Tag und Nacht.

Vorher
Nachher

Man erkennt deutlich, dass sich die 10 Minuten Arbeit ausgezahlt haben. Dies ist sicher der Punkt, an dem sich mit wenig Geld der größte Nutzen erzielen lässt.

Verkaufsanzeige

Das wird euer Aushängeschild und die wichtigste Verbindung zum Kunden. Der erste Eindruck zählt. Und da ein Bild mehr als 1000 Worte sagt, ist hier ein besonderes Augenmerk drauf zu legen. Viele machen ihre Bilder in halb dunklen Räumen und legen wenig wert auf eine gute Kulisse oder die Lichtverhältnisse. Aber auch hier sollte man sich ein wenig Zeit nehmen. Ein Beispiel:

Piaggio SI von 1993

Ein Bild, wie man es auf diversen Verkaufsportalen oft sieht. Hier wurde sich nicht mal die Mühe gemacht, das Mofa von seinem Platz zu bewegen. Es ist unscharf, die Perspektive ist schlecht und das Licht nur semi Optimal.

Der neutrale Hintergrund lenkt den Fokus auf das Wesentliche

Hier steht das Verkaufsobjekt im Mittelpunkt. Man hat als potentieller Käufer sofort einen Überblick und nicht das Gefühl, dass etwas verschleiert wird. So bleiben böse Überraschungen für beide Seiten aus.
Auch der Anzeigentext will richtig geschrieben sein. So sollten alle wichtigen Eckdaten genannt und das Moped und dessen Zustand beschrieben werden. Positives, wie Neuteile sollten besondere Erwähnung finden. Aber auch Mängel sollten erwähnt werden, aber nicht den Kern der Anzeige bilden.


Wenn du kein Video mehr verpassen möchtest, solltest du unseren YouTube-Kanal abonnieren.

Bei Fragen oder Kritik kannst du dich über folgende Kanäle bei uns melden.

Wenn du uns darüber hinaus unterstützen möchtest, solltest du dir unsere Patreon Seite näher anschauen.